Forschung

​Die wissenschaftlichen Aktivitäten der Klinik für Neonatologie umfassen die ganze Bandbreite der translationalen Forschung, von der präklinischen Forschung im Laboratorium für biomedizinische Optik (BORL) über die Beschäftigung mit Aspekten der Studienmethodologie und der Qualitätssicherung bis zur klinischen Forschung und der Durchführung von Patientenstudien.

Das Laboratorium für biomedizinische Optik (BORL) erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen an der ETH und anderen in- und ausländischen Universitäten neue Technologien zur nicht-invasiven Diagnostik, in erster Linie der Durchblutung und Oxygenation des Hirns und anderer Organe, aber auch der transdermalen Glukosemessung.

Unter den Gesichtspunkten der Qualitätssicherung und des „benchmarking“ spielt das Swiss Neonatal Network eine zentrale Rolle. Es sammelt unter der Federführung unserer Klinik seit 1996 klinische Daten von Frühgeborenen aus der ganzen Schweiz. Es ist auf die Erfassung der Entwicklung dieser Kinder bis ins Vorschulalter ausgerichtet. Als zweites nationales Register besteht ein Asphyxie-Register. Diese Netzwerke ermöglichen den Vergleich medizinischer Outcome-Daten zwischen verschiedenen Schweizer Zentren.

In Zusammenhang mit einer Qualitätsverbesserung im klinischen Forschungsbereich sind auch die Aktivitäten unserer Klinik im Bereich der Studienmethodologie zu sehen. Viele der in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlichten Studien weisen methodologische Mängel auf, die die Aussagekraft der Studienergebnisse massiv beeinträchtigen. Arbeiten, die in hoch angesehenen Fachzeitschriften (u.a. BMJ, JAMA) veröffentlicht wurden und an denen Mitarbeiter unserer Klinik beteiligt waren, beschäftigen sich beispielsweise mit der Frage der Subgruppenanalyse in randomisierten Studien und dem Phänomen des vorzeitigen Studienabbruchs.

Mitarbeitende unserer Klinik leiten verschiedene multinationale, randomisierte klinische Studien, die in diesem Patientenkollektiv zu den grössten bisher in Europa durchgeführten Untersuchungen gehören. Wichtig ist uns auch die Beteiligung an klinischen Studien, die von anderen Zentren initiiert wurden​, so dass wir gemeinsam wissenschaftlich fundiertes Wissen zusammentragen und zum Wohl unserer Patienten in der Klinik einsetzen können.